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Nephrologie
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Nephrologie

Was ist Niereninsuffizienz?

Als Niereninsuffizienz (Nierenversagen) wird ein über eine bestimmte Zeit zunehmender Verlust der Nierenfunktion bezeichnet. Bei dieser ernstzunehmenden Nierenerkrankung kann Urin nicht täglich ausgeschieden werden. Es kommt zu einem Giftstoffstau (Urämie), v. a. von Ammoniak. Die Ursachen für diese Erkrankung sind dabei vielfältig.


Funktionen der Nieren

Die paarig angeordneten Nieren reinigen den Körper und halten den Blutkreislauf aufrecht. Täglich fließen ca. 1700 Liter Blut durch die Nieren, das dort gefiltert wird.
Stoffwechselprodukte und schädliche Substanzen werden zusammen mit Wasser als Harn ausgeschieden. Zusätzlich wird über die Nierenfunktion die Konzentration an Elektrolyten aufrechterhalten und der Wassergehalt, der Säure-Base-Haushalt sowie der osmotische Druck der Körperflüssigkeiten eingestellt. Auch an der Blutdruckregulation und der Blutbildung sind die Nieren beteiligt.


Wie entsteht Niereninsuffizienz?

Langjähriger Diabetes mellitus und Bluthochdruck zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren für Niereninsuffizienz. Auch andere, wie Autoimmun- oder erbliche Erkrankungen können zu dem Verlust der Nierenfunktion führen. Übergewicht ist als zusätzliche Ursache für die Niereninsuffizienz anerkannt.

Die Nierenfunktion wird schwächer und schwächer. Ist in Folge dieser Krankheiten ein zu großer Anteil an Nierengewebe zerstört, kann die Nierenfunktion schließlich ganz zusammenbrechen. Die Nieren versagen.

Teils giftige Stoffwechselprodukte sammeln sich aufgrund der Niereninsuffizienz im Körper und können nicht ausgeschieden werden. Ohne Therapie (Dialyse) ist dieser Zustand lebensbedrohlich.


Folgen von Nierenversagen

Neben Arteriosklerose, Hyperparathyreoidismus und renaler Anämie kann es zu einer Urämie, einem Giftstoffstau im Körper, kommen. Die Dialysetherapie fördert außerdem ein entzündungsfreundliches Milieu. Auch metabolische Azidose und Polyneuropathien können die Folge von Niereninsuffizienz sein.