Was ist Diabetes mellitus?
Die Internationale Diabetes Federation (IDF) schätzt, dass mehr als 245 Millionen Menschen weltweit an dieser Krankheit leiden. In den kommenden 20 Jahren wird ein Anstieg auf 380 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus erwartet. Der Körper produziert nicht ausreichend Insulin oder kann ihn nicht mehr richtig nutzen. Insulin ist ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, das für die Umwandlung von Zucker, Stärke und anderer Stoffe der Ernährung in Energie verantwortlich ist.Anzeichen und Symptome für Diabetes mellitus
Die Krankheit bleibt häufig unerkannt, da viele Symptome unbedenklich erscheinen. Neue Studien zeigen, dass die frühe Entdeckung von Symptomen, sorgfältige Überwachung (zum Beispiel mit einem Diabetes-Management System) und Behandlung die Wahrscheinlichkeit von Folgeerkrankungen der Diabetes mellitus vermindern kann. Einige Betroffene nehmen gar keine Symptome wahr. Wenn Sie Fragen haben oder einige Symptome an sich selber oder Angehörigen entdecken, sollten Sie medizinisches Fachpersonal konsultieren.- Häufiger Harndrang
- Sehr starker Durst
- Extremer Hunger
- Ungewöhnlicher Gewichtsverlust
- Erhöhte Müdigkeit
- Reizbarkeit
- Verschwommene Sicht
- Taubheitsgefühl in den Füßen
- Wunde Stellen, die nicht abheilen
Diabetes - Typen:
Typ 1-Diabetes:- Autoimmunerkrankung.
- Früher als „Jugendlichen-Diabetes” bekannt.
- Steht für 5-10 Prozent aller Erkrankungen.
- Entsteht zumeist bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
- Weltweit erkranken mehr als 700.000 Kinder unter 15 Jahren
- Eine genaue Beobachtung der Blutzuckerwerte ist absolut notwendig.
- Betroffene sind von der Insulinzufuhr abhängig, da sich ansonsten Ketose oder Ketoazidose entwickeln und diese zu Koma sowie zum Tod führen können.
Typ 2-Diabetes:
- Bezeichnet als „nicht-insulinpflichtiger Diabetes mellitus” oder „Alterszucker”.
- Der Körper kann nicht ausreichend Insulin produzieren oder es nicht effizient nutzen.
- Entsteht meist ab dem 40. Lebensjahr, tritt aber inzwischen immer früher, teilweise schon bei Kindern, auf.
- Der Typ-2 kann vor der Diagnose über viele Jahre unerkannt bleiben.
- Unerkannt kann diese Form langfristig schwere Komplikationen verursachen.
- Kann zu Organversagen, Erblindung oder dem Verlust von Gliedmaßen führen. Gestörte Glukosetoleranz (Prä-Diabetes)
- Eine gestörte Glukosetoleranz ist eine Vorstufe des Typ-2
- kann aus einer Kombination mehrerer Faktoren entstehen, inklusive verminderter Insulinsekretion, Insulinresistenz oder einer Unausgeglichenheit anderer metabolischer Hormone
Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes:
- Ähnelt Typ-2.
- Entsteht ebenfalls aus einer Mischung aus unzureichender Insulinsekretion und -empfindlichkeit.
- Tritt während der Schwangerschaft auf und kann sich nach der Geburt verbessern oder wieder verschwinden.
- Betrifft zwei bis fünf Prozent aller Schwangerschaften.
- Ohne Behandlung können schwerwiegende Komplikationen auftreten: Makrosomie (hohes Geburtsgewicht), Missbildungen und erblich bedingte Herzkrankheiten.
- Eine sorgfältige, ärztliche Überwachung während der Schwangerschaft ist deshalb dringend erforderlich.





